Archiv für die Kategorie „Nachhaltigkeit“

Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex für Praktiker

Sonntag, 12. Juli 2015

Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex ist ideal für diejenigen kleinen und mittleren Unternehmen, die einen anerkannten Berichts- und / oder Managementstandard suchen, der sie nicht überfordert.


Seminare und Workshops zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex

Der von der Bundesregierung verantwortete Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) ermöglicht es kleinen und mittleren Unternehmen mit überschaubarem Aufwand ein Nachhaltigkeitsmanagement einzuführen und / oder einen Nachhaltigkeitsbericht zu erstellen.

Der Vorteil des DNK liegt darin, dass er die meist sehr komplexen Anforderungen anderer Standards auf das Wesentliche reduziert. Neben seiner Übersichtlichkeit ist er flexibel genug, um unternehmensindividuelle Nachhaltigkeitsprogramme zu ermöglichen. Auch bietet er eine sehr gute Orientierung sowohl für Unternehmen, die neu in die Praxis des nachhaltigen Wirtschaftens einsteigen wollen, als auch für solche, die bereits einige Schritte in diese Richtung gegangen sind und ihre Nachhaltigkeitsleistungen in Einklang mit ihrer Geschäftsstrategie systematisieren wollen.

Es gibt zahlreiche international anerkannte Berichts- und Managementstandards für nachhaltiges Wirtschaften. Der DNK baut auf diesen auf und ist an diese anschlussfähig. Ebenso ist er von der EU als geeigneter Standard zur Erfüllung der ab 2017 auch für verschiedene Mittelständler geltenden Berichtspflicht anerkannt. Zudem bietet er Lieferanten die Möglichkeit, ihre Nachhaltigkeitsleistungen gegenüber ihren Auftraggebern standardisiert auszuweisen.

Bundesregierung empfiehlt den DNK

Speziell für KMU hat das Kolping-Bildungswerk jetzt Seminare und Workshops entwickelt, die mit dem DNK in seiner Doppelfunktion als Berichts- und Managementstandard vertraut machen und effiziente Umsetzungsunterstützung bieten. Sie werden von erfahrenen Dozenten durchgeführt, die als offizielle Trainer des ?Deutschen Nachhaltigkeitskodex? anerkannt sind.

Informieren Sie sich hier: Veranstaltungsbeschreibungen, Verschiedene Termine und Downloads.

Als einer der Dozenten stehe ich für Rückfragen und weitere Informationen gerne zur Verfügung.
Stephan Pflanz
idenko markenberatung
s.pflanz@idenko.de
+49 761 120 38 70

Stephan Pflanz ist anerkannter DNK-Trainer

idenko ist DNK Schulungspartner Baden-Württemberg

Dienstag, 7. Juli 2015

DNK Schulungspartner idenko
idenko markenberatung ist offizieller Schulungspartner des Deutschen Nachhaltigkeitskodexes. Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) ist ein besonders für kleine und mittlere Unternehmen geeignetes Managementinstrument zur Einführung von Nachhaltigem Wirtschaften in die Unternehmens- und Markenführung. Gleichzeitig ist der DNK ein von der Europäischen Union und der Bundesregierung anerkannter Standard für die Abfassung eines Nachhaltigkeitsberichts.

Der DNK erfüllt die von der EU formulierten und ab 2017 für viele Mittelständler verbindlichen Anforderungen für die Offenlegung nichtfinanzieller Kennzahlen. Hierzu gehören Informationen zu Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelangen, zur Achtung der Menschenrechte und zur Bekämpfung von Korruption.

Der DNK ist vom Rat für Nachhaltige Entwicklung entwickelt worden. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung ist erstmals im April 2001 von der Bundesregierung eingesetzt und zuletzt von Bundeskanzlerin Merkel zum 1. Juli 2013 für weitere drei Jahre berufen worden.

»Der Nachhaltigkeitskodex ermöglicht Unternehmen, ihr Nachhaltigkeitsmanagement transparent vergleichbar und damit auch anschaulich für Investoren und Konsumenten darzulegen. Ich glaube, dass dieses Konzept überzeugt, denn der Kodex findet auch über die deutschen Grenzen hinweg in Europa großes Interesse.«
Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel auf der 14. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung am 2. Juni 2014

Der DNK kann hier heruntergeladen werden

idenko bietet Schulungen, Trainings und konkrete Umsetzungsunterstützung

idenko markenberatung ist der einzige Schulungspartner in Südwestdeutschland. Für Fragen zum DNK, auch aus der Schweiz, stehen wir gerne zur Verfügung. Unsere Dienstleistungen rund um den DNK beinhalten Schulungen, Trainings sowie konkrete Unterstützung bei der Abfassung eines Nachhaltigkeitsberichts.

Der interdisziplinäre Beratungsansatz von idenko zielt darauf, wirtschaftliches Potenzial zu identifizieren und in ein firmenspezifisches Nachhaltigkeitsmanagement einzubinden, das zur Erreichung der Unternehmensziele beiträgt. Im Vordergrund stehen soziale Unternehmensverantwortung (CSR), Energie-, Material- und Ressourceneffizienz sowie Produktverantwortung und Produktinnovation.

Dabei ist es uns wichtig, nachhaltiges Wirtschaften fest im Unternehmen zu verankern und für die Kundengewinnung, Wettbewerbsdifferenzierung, und Arbeitgeberattraktivität zu nutzen. Deshalb fokussiert idenko zugleich auf die Implementierung einer nachhaltigen Wertekultur sowie auf eine nachhaltige Markenführung und Kommunikation, einschließlich der Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts.

Kontakt: idenko markenberatung, Stephan Pflanz, Am Helgenacker 27, DE-79294 Sölden/Freiburg i. Br. Tel. +49 (0)761 120 38 70, s.pflanz@idenko.de, http://www.idenko.de/idenko_D-Nachhaltigkeit_01.html

CSR zur Wettbewerbsdifferenzierung nutzen

Montag, 13. Oktober 2014

»Die CR-Kommunikation sollte externe Stakeholder besser berücksichtigen und ? auch durch begleitende Marketing-Kommunikation ? auf eine breitere Wahrnehmung abzielen, um die gewünschte Wirkung als Differenzierungsmerkmal erreichen zu können.«

So lauet eines der Resultate des von der Bertelsmann Stiftung herausgegebenen CRI Corporate Responsibility Index 2013.

Dies ist nur folgerichtig, wenn die Motive der Unternehmen für CSR-Aktivitäten primär wirtschaftlicher Natur sind und dabei das Hauptaugenmerk auf dem Gewinnen und Binden von Kunden- und Mitarbeitern liegt. »Im Vordergrund steht die Zufriedenheit und Bindung von Kunden und Mitarbeitern und damit die Erschließung von Absatz- und Arbeitsmärkten. Damit werden Differenzierungsmerkmale entwickelt und genutzt. Ein weiteres Motiv ist die Verbesserung des Images respektive die Vermeidung von Reputationsschäden.«

Neben einer nachhaltigen Markenführung und Kommunikation liegen die wesentlichen Erfolgsfaktoren in der Integration von CSR in die Wertschöpfungskette sowie der Entwicklung eines Ziel- und Kennzahlensystems. »Die Definition der Indikatoren, die Bereitstellung der Daten, die Integration in das Unternehmenscontrolling und der Einsatz als Steuerungsinstrument sind in vielen Unternehmen nicht hinreichend gelöst.«

Hier die Studie von Bertelsmann
csr-wettbewrbsdifferenzierung-bertelsmannstudie

Hier ein Artikel von mir, der das Thema Nachhaltige Marke und Wettbewerbsdifferenzierung näher beleuchtet und auch die unterschiedlichen Möglichkeiten, Nachhaltigkeit in die Markenführung zu integrieren, aufzeigt.
idenko-nachhaltige-marke

Kunden sind Motor einer nachhaltigen Unternehmensführung

Montag, 13. Oktober 2014

?Kunden sind die Hauptantriebskraft für Unternehmen, um eine nachhaltige Strategie umzusetzen.? Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Umfrage zum Nachhaltigkeitsmanagement und zur -berichterstattung in Schweizer Unternehmen. ?Verschiedene Anspruchsgruppen haben ? teils divergierende ? Erwartungen an ein nachhaltiges Management von Unternehmen. Die Umfrage zeigt, dass die befragten Unternehmen ihre Kunden als die Gruppe mit der größten Relevanz (wichtig oder sehr wichtig) für die Nachhaltigkeitsstrategie sehen, gefolgt von Mitarbeitern, der Öffentlichkeit, Aktionären und Regulatoren. Mit einigem Abstand folgen NGOs, Analysten und Lieferanten.

Diese Resultate stimmen mit den Erkenntnissen einer globalen Studie von EY und der Global Reporting Initiative (GRI) überein. Umfragen im Kontext der globalen GRI-Konferenz zu Nachhaltigkeit und Berichterstattung haben ebenfalls gezeigt, dass Kunden und Mitarbeiter die Anspruchsgruppen sind, die die größte Bedeutung für die Nachhaltigkeitsstrategie der Unternehmen haben.?
nachhaltigkeitsmanagement-schweiz

Die Baden-Württembergische Wirtschaft soll nachhaltiger werden

Dienstag, 29. Juli 2014

Mit der WIN-Charta hat das Land Baden-Württemberg eine Initiative zu mehr Nachhaltigkeit in der baden-württembergischen Wirtschaft gestartet. Angesprochen werden nicht nur Großunternehmen, sondern insbesondere auch mittlere und kleinere Unternehmen.

Selbstverpflichtung, Eigeninitiative und Außenkommunikation sind die Grundpfeiler der WIN-Charta. Mit der Unterzeichnung bekennen sich die mitmachenden Unternehmen dazu, die 12 Nachhaltigkeitsleitsätze der WIN-Charta einzuhalten. Dafür erhalten sie das WIN-Charta-Unterzeichnerlogo, das sie öffentlichkeitswirksam in ihrer Unternehmenskommunikation einsetzen können. Ihre Nachhaltigkeitsanstrengungen werden zudem auf der Website von WIN-Charta sichtbar gemacht und somit Reichweite und Glaubwürdigkeit weiter gesteigert.

Die WIN-Charta ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Baden-Württemberg.
http://www.win-bw.com/

Informationen zu Umsetzungsunterstützung, Fördergeldern und Vorgehen.
Stephan Pflanz, Marken- und Nachhaltigkeitsberatung
s.pflanz@idenko.de
+49 761 1203870
WIN-Charta Unterzeichnerlogo

Eine Nachhaltigkeitsstrategie erschließt Wachstumspotenzial

Donnerstag, 27. März 2014

Die aktuellen Diskussionen um die Einführung einer Berichtspflicht für Mittelständler seitens der EU zeigt eines ganz deutlich: Wieder einmal geht es darum, wer genau ist betroffen, und wer nicht. Wer muss sich jetzt mit nachhaltigem Wirtschaften befassen, und an wen geht dieser Kelch auch diesmal vorüber?

Leider lassen sich Unternehmen viel zu oft nur von kurzfristigen Opportunitäten leiten. Für sie ist Nachhaltigkeit solange uninteressant, bis die regulatorischen Anforderungen sie zwingen oder ihnen ihre Anspruchsgruppen entsprechend zusetzen. Aber wie die aktuellen Geschehnisse um die Deutsche Bank zeigen, sind offenbar auch drohende oder bereits verhängte Geldbußen und Schadenersatzleistungen ein probater Grund dafür, Aspekte von Verantwortlichkeit in die Geschäftsstrategie und Unternehmenskultur einzuarbeiten.

Ich denke, man sollte hier dagegen halten und viel stärker noch als bisher darauf hinweisen, dass der immer wieder behauptete Gegensatz von Nachhaltigkeit und wirtschaftlichem Erfolg eine Mär ist. Das Gegenteil ist der Fall. Eine nachhaltige Unternehmensführung lohnt sich für jedes Unternehmen ? egal ob groß oder klein! Voraussetzung dafür ist, eine Nachhaltigkeitsstrategie als integralen Bestandteil der Unternehmensstrategie zu entwickeln und sukzessive in die Geschäftsprozesse einzubinden. So lassen sich erforderliche Maßnahmen stets mit Bezug auf die betriebswirtschaftlichen Ziele und den effektiven Nutzeidenko-nachhaltigkeitsstrategie1Nachhaltiges Wirtschaften macht erfolgreichn für das Kerngeschäft umsetzen.

Die betriebswirtschaftlichen Ziele, die sich durch ein Nachhaltigkeitsmanagement realisieren lassen, sind dabei vielfältig. So ist eine nachhaltige Unternehmensführung geeignet, die Haftungs- und Reputationsrisiken zu minimieren, die Ressourcen- und damit die Prozess- und Kosteneffizienz zu verbessern sowie Produktinnovationen zu forcieren. Darüber hinaus stärkt Nachhaltigkeit Markenimage und Reputation, hilft neue Märkte und Kundengruppen zu erschließen, bestehende Kunden zu binden und Preise besser durchzusetzen. Und auch die Arbeitgeberattraktivität ? Gewinnung, Bindung und Motivation von Mitarbeitern ?, ebenso wie die Beurteilung der Rentabilität und Zukunftsfähigkeit durch Banken und Investoren, lässt sich durch nachhaltiges Wirtschaften positiv beeinflussen.

Hier habe ich diese Überlegungen etwas ausführlicher dargestellt. Bitte auf den Reiter Publikationen klicken.
http://idenko.de/idenko_D-Nachhaltigkeit_01.html

Einen kostenlosen Schnelltest, um abzuschätzen, wie nachhaltig ein Unternehmen wirtschaftet und welche Nachhaltigkeitsthemen für seine wirtschaftlichen Ziele relevant sind, gibt es hier.
http://www.perpetim.de/informationen/quick-check-nachhaltigkeit.html

Neu: Kostenloser Quick-Check Nachhaltigkeit für KMU

Mittwoch, 26. März 2014

Überflieger

perPetim Nachhaltigkeitsmanagement hat einen Quick-Check entwickelt, mit dem Unternehmen testen können, wie nachhaltig sie wirtschaften und welche Nachhaltigkeitsaspekte für ihre Unternehmensziele relevant sind. Er bildet Nachhaltigkeitsstandards ab, ist kostenlos und dauert keine 30 Minuten.

Nachhaltigkeit oder Corporate Social Responsibility gewinnt über Fachkreise hinaus zunehmend an inhaltlicher Substanz. Denn unterdessen gibt es zahlreiche nationale und internationale Standards, Richtlinien, Managementsysteme und Zertifizierungen, die nachhaltiges Wirtschaften präzise ausformulieren. Dazu zählen unter anderem ISO 14001 & EMAS (Umweltmanagement), ISO 26000 (soziale und gesellschaftliche Verantwortung), Global Reporting Initiative (GRI, Leitlinie für die Nachhaltigkeitsberichterstattung) und nicht zuletzt der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK).

All diese Nachhaltigkeitskonzepte bestehen aus definierten Vorgaben, die eine nachhaltige Unternehmensführung auf Basis von Leistungsindikatoren und Kennzahlen steuern und überprüfen helfen. Dabei fokussieren sie auf die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt. Diese wiederum fassen zahlreiche Einzelthemen: Steuern und Abgaben, Beitrag zum Gemeinwohl und zur regionalen Entwicklung, Korruptionsbekämpfung, Spenden und Sponsoring, regionale Arbeitsplätze, Arbeitsbedingungen und Führung, Chancengleichheit und faire Löhne, Aus- und Weiterbildung, Mitarbeiter- und Kundengesundheit sowie Sicherheit, Energie- und Ressourceneffizienz, Abfallaufkommen und Emissionen, Lieferantenbeziehungen und vieles anderes mehr.

Gerade Mittelständler sind oft überrascht, wie viele dieser Anforderungen sie bereits ganz selbstverständlich erfüllen. Um ihnen die Möglichkeit zu geben, sich mit der Nachhaltigkeitsthematik vertrauter zu machen und zu prüfen, wie nachhaltig ihr Unternehmen bereits wirtschaftet, hat die Nachhaltigkeitsberatung perPetim einen kostenlosen und für die Teilnehmer völlig unverbindlichen Schnelltest entwickelt. Der Quick-Check Nachhaltigkeit orientiert sich an anerkannten Nachhaltigkeitsstandards und dauert weniger als 30 Minuten. Gleichzeitig bietet er Unternehmen die Möglichkeit, diejenigen Nachhaltigkeitsaspekte zu identifizieren, die die Realisierung Ihrer betriebswirtschaftlichen Ziele effektiv unterstützen. Wer bis zum 31. Mai 2014 teilnimmt, erhält sein Ergebnis zusätzlich in Relation zum Mittelwert aller teilnehmenden Unternehmen.

?Unternehmen können so besser erkennen, wie durch eine strategiekonforme Vorgehensweise nachhaltiges Wirtschaften direkt ihrem Kerngeschäft zugute kommt?, betont Stephan Pflanz, Spezialist für marktorientierte Nachhaltigkeitsprogramme bei perPetim. ?Mögliche betriebswirtschaftliche Ziele, die sich durch Nachhaltigkeitsmaßnahmen umsetzen lassen, sind beispielsweise die Minimierung der Haftungs- und Reputationsrisiken, die Verbesserung der Material- und Ressourceneffizienz, neue Impulse für Produktinnovationen, Stärkung von Markenimage und Kundenbindung, Erschließung neuer Märkte und Kundengruppen sowie die Erhöhung der Arbeitgeberattraktivität, um neue Mitarbeitende zu gewinnen, zu motivieren und zu binden. Und auch die Beurteilung der Rentabilität und Zukunftsfähigkeit durch Banken und Investoren ist für Firmen Anlass ein Nachhaltigkeitsmanagement einzuführen?, erläutert Stephan Pflanz weiter.

Für Unternehmen, die ihre Nachhaltigkeitsleistungen gezielt verbessern, ein Nachhaltigkeitsmanagement bei sich einführen oder einen Nachhaltigkeitsbericht erstellen wollen, bietet perPetim darüber hinaus den kostengünstigen Quick-Check Nachhaltigkeit Pro an. Auf Basis der Ergebnisse des Quick-Checks werden in einem halbtägigen Workshop effiziente Wege zur Verbesserung der Nachhaltigkeitsleistungen aufgezeigt. Betriebe erhalten einen Überblick über wirtschaftlich sinnvolle Maßnahmen und Handlungsfelder, können Aufwand und Nutzen abschätzen und verfügen über eine Entscheidungsgrundlage, um weitere Schritte gezielt zu planen.

Zum Quick-Check Nachhaltigkeit geht es hier.
http://www.perpetim.de/informationen/quick-check-nachhaltigkeit.html

Über perPetim

perPetim unterstützt mit seiner strukturierten und toolgestützten Vorgehensweise die Einführung eines effizienten, unternehmensspezifischen Nachhaltigkeitsmanagements. Dabei werden die betriebswirtschaftlichen Ziele und Herausforderungen ebenso in die Nachhaltigkeitsstrategie eingearbeitet, wie die verschiedenen Betriebsstätten, Standorte und Geschäftsfelder.

Arbeitsschwerpunkte sind Steuerungs- und Organisationsprozesse, Informationssysteme, Material- und Ressourceneffizienz, Lieferantenkette sowie Compliance und Unternehmenskultur. Ebenfalls im Fokus stehen das Erstellen eines Nachhaltigkeitsberichts, Nachhaltigkeitskommunikation und das Entwickeln und Führen einer nachhaltigen Marke.

Kontakt
Stephan Pflanz
perPetim GmbH & Co KG
Gesellschaft für Nachhaltigkeitsmanagement
Steinbeisstraße 12
DE-73037 Göppingen

s.pflanz@perpetim.de
www.perpetim.de

Nachhaltigkeitsstrategie – Chancen nachhaltiger Unternehmensführung

Montag, 23. Dezember 2013

Wer sich rechtzeitig mit Nachhaltigkeit auseinandersetzt und nachhaltiges Wirtschaften in seine Unternehmensstrategie einfließen lässt, wird den kommenden regulatorischen Anforderungen gelassen entgegensehen. Zudem kann er Investitionen in Nachhaltigkeit so steuern, dass sie direkt dem Kerngeschäft zu Gute kommen und zur Erreichung der betriebswirtschaftlichen Ziele beitragen.
Stephan Pflanz

Von Stephan Pflanz, idenko markenberatung


Nachhaltigkeit wirtschaftlich nutzen

Mit nachhaltigem Wirtschaften, nachhaltiger Unternehmensführung oder Corporate Social Responsibility (CSR) ? je nachdem welchen Terminus man bevorzugt ? verhält es sich wie mit allen anderen betriebswirtschaftlichen Dingen. Man informiert sich, worum es geht, welche Herausforderungen und Anforderungen bestehen und vor allem welche Chancen sich bieten und welcher Nutzen sich daraus für den Unternehmenserfolg ziehen lässt.

Dabei sind die Gründe für die Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie und die Implementierung eines Nachhaltigkeitsmanagements unterschiedlich und stellen sich für jedes Unternehmen anders dar. Großunternehmen müssen über die für ihre Geschäftstätigkeit relevanten Nachhaltigkeitsaspekte im Lagebericht berichten. Zudem ist der Druck auf sie so groß, dass fast alle Dax-Konzerne zusätzlich einen ausführlichen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlichen.

Für Mittelständler ? ab 500 Mitarbeitern oder einem Jahresumsatz ab 40 Millionen Euro ? stimmt die EU zurzeit mit ihren Mitgliedsstaaten eine Verordnung ab, die diese zur Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts gemäß anerkannter Standards verpflichtet.

Nachhaltiges Wirtschaften ist aber mitnichten bloß eine lästige Pflicht. Vielmehr bringt es zahlreiche betriebswirtschaftliche Vorteile mit sich. So ist es geeignet, die Haftungs- und Reputationsrisiken zu minimieren, die Ressourcen- und damit die Prozess- und Kosteneffizienz zu verbessern sowie Produktinnovationen zu forcieren. Darüber hinaus stärkt Nachhaltigkeit Markenimage und Reputation, hilft neue Märkte und Kundengruppen zu erschließen, bestehende Kunden zu binden und Preise besser durchzusetzen. Und auch die Arbeitgeberattraktivität lässt sich durch nachhaltiges Engagement spürbar steigern.

Ansprüche der Anspruchsgruppen analysieren

Insbesondere die Anspruchsgruppen sind wichtige Treiber für eine nachhaltige Unternehmensführung.

++Anspruchsgruppe Firmenkunden
Wer im Markt bestehen will, muss die Nachhaltigkeitsanforderungen seiner Auftraggeber erfüllen oder übertreffen. Denn Großunternehmen müssen über ihre Nachhaltigkeitsleistungen nach einschlägigen Standards berichten und sich gegenüber ihren Anspruchsgruppen verantworten. Deshalb fordern sie von ihren Lieferanten den Ausweis von Nachhaltigkeitsleistungen ein und diese wiederum von ihren.

++Anspruchsgruppe Endkunden
Wer Wettbewerbsvorteile erzielen will, muss Bedürfnisse, Erwartungen und Einstellungen seiner Kunden ernst nehmen. Endkunden haben steigende Ansprüche an Produktqualität und Unternehmensintegrität. Nachhaltig ist ökologisch und Bio ein Qualitätsmerkmal. Gesund, schadstofffrei, sicher, langlebig, energieeffizient und recycelbar. Zudem bedeutet Nachhaltigkeit, dass ein Unternehmen ethischen Maßstäben genügt. Fair Trade: keine Ausbeutung von Zulieferern. Und Einhaltung von Sozialstandards und Arbeitnehmerrechten auch bei Produktionsstätten im Ausland.

++Anspruchsgruppe Mitarbeiter
Wer Mitarbeitende binden, motivieren und neue Fach- und Führungskräfte gewinnen will, muss eine Antwort auf deren Wertvorstellungen haben und daher für eine attraktive, werteorientierte Unternehmenskultur sorgen. Das erhöht die Arbeitgeberattraktivität, fördert den Stolz aufs Unternehmen und die Identifikation mit dessen Zielen.

++Anspruchsgruppe Investoren und Banken
Nachhaltigkeitsratings spielen auf dem Kapitalmarkt eine immer größere Rolle. Zudem legen mehr und mehr Banken bei der Bonitätsprüfung Nachhaltigkeitskriterien zugrunde. Denn Nachhaltigkeit bedeutet eine solide, zukunftsfähige und langfristig ausgerichtete Unternehmensführung mit kontrollierten Risiken.

Nachhaltigkeitsstrategie entwickeln

Nachhaltiges Wirtschaften ist die bewusste unternehmerische Entscheidung, die eigene Organisation mittel- bis langfristig zukunftssicher, wirtschaftlich erfolgreich und für die relevanten Anspruchsgruppen attraktiv zu machen.

Die Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie ist mithin ein unternehmensindividueller Mix aus vier Schritten.

1. Vergewisserung der betriebswirtschaftlichen Ziele des Unternehmens

2. Auslotung von Optimierungspotenzial entlang der Wertschöpfungskette

3. Analyse der Ansprüche der Anspruchsgruppen

4. Auswahl und Priorisierung von Nachhaltigkeitsaspekten und Handlungsfeldern im Abgleich mit den einschlägigen Nachhaltigkeitsstandards und Richtlinien, Gesetzen und Verordnungen

Viele Unternehmen lassen sich von kurzfristigen Opportunitäten leiten. Für sie ist Nachhaltigkeit solange uninteressant, bis die regulatorischen Anforderungen zwingen oder ihnen ihre Anspruchsgruppen zusetzen. Dann wird rasch ein Nachhaltigkeitsbeauftragter ernannt und Punkt (4) abgearbeitet. Nachhaltigkeit ist infolgedessen eine lästige Pflichterfüllung, die nur Kosten verursacht, Ressourcen bindet und zum Unternehmenserfolg wenig beiträgt.

Übersehen wird dabei allerdings, dass man sich damit der Möglichkeit begibt, erforderliche Maßnahmen mit Bezug auf die betriebswirtschaftlichen Ziele und den effektiven Nutzen für das Kerngeschäft zu tätigen, Punkte (1) und (2). Und auch die Chance, die für den Unternehmenserfolg relevanten Anspruchsgruppen für das Unternehmen einzunehmen und zu binden (3), wird so vertan. Um daher seine Nachhaltigkeitsstrategie in Einklang mit der Unternehmensstrategie zu entwickeln und sukzessive in die Unternehmensprozesse zu implementieren, sollte man deshalb das Heft besser selbst in die Hand nehmen und vermeiden, unter Zugzwang zu geraten.

© idenko markenberatung, Stephan Pflanz, November 2013
Die Verwendung des Artikels oder Auszüge und Zitate daraus sind unter Angabe des Autors und der Quelle www.idenko.de gestattet.

Download Artikel PDF

Nachhaltige Corporate Identity

Donnerstag, 24. Januar 2013

Marktorientierte Nachhaltigkeitslösungen

Tue Gutes und rede darüber

Die Markenberatung idenko kooperiert mit der Gesellschaft für Nachhaltigkeitsmanagement perPetim. Zusammen entwickeln wir marktorientierte Nachhaltigkeitslösungen, indem wir Markenstrategie und Nachhaltigkeitsstrategie gewinnbringend aufeinander beziehen. Im Sinne einer nachhaltigen Corporate Identity, die sich auf ein ganzheitliches Nachhaltigkeitsmanagement stützt (Corporate Social Responsibility, CSR).

Neben einer nachhaltigen Markenführung und einer nachhaltigen Unternehmensführung und Kultur unterstützen wir auch bei der Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts, der internationalen Standards genügt. Beratungsfelder sind: Erhöhung der Energieeffizienz, ressourcenschonende Produktion und Materialauswahl, Lieferantenbewertung und -auswahl, globale Arbeitsbedingungen, Innovations- und Produktmanagement, Anspruchsgruppendialog, Markenstrategie und Nachhaltigkeitskommunikation, Zertifizierungen und vieles anderes mehr.

Nachhaltigkeit ? Vitamine für Markenführung und Unternehmenskultur

Montag, 29. November 2010

portrait_spl_0370_200x150_grau

Von Stephan Pflanz, idenko markenberatung

Nachhaltige Unternehmensführung bietet die Möglichkeit, Image und Reputation zu verbessern und Kunden stärker an Marke und Unternehmen zu binden. Positive Auswirkungen ergeben sich auch auf die Identifikation und Loyalität der Mitarbeitenden sowie für die Rekrutierung von Fach- und Führungskräften.

Man scheut sich fast den Begriff Nachhaltigkeit noch zu benutzen, so inflationär ist sein Gebrauch und so abgenutzt seine Bedeutung. Doch zeigt sich genau daran seine Popularität und die breit geteilte Überzeugung, dass Nachhaltigkeit im Kern etwas Gutes ist. Inwieweit dies marktwirtschaftlich organisierte Unternehmen für sich fruchtbar machen können, soll im Folgenden näher beleuchtet werden.

Nachhaltigkeit als langfristiger Werttreiber

Nachhaltige Unternehmensführung meint zunächst einmal dauerhaften Erfolg und ein auf langfristige Ziele ausgerichtetes unternehmerisches Denken und Handeln. Insofern dient Nachhaltigkeit als Gegenbegriff zu einer einseitig an Börsenkursen sich orientierenden Unternehmensführung. «Nur langfristig kann es Sinn machen, auf eine Maximierung des Gewinns in einer einzelnen Rechnungsperiode zu verzichten», erläutert Prof. Dr. Peter Forstmeier, bis 2009 Verwaltungsratspräsident der Swiss Re, in der Einleitung zu dem von ÖBU, TSF und zsa-ZHW herausgegebenen Sammelband »Das Unternehmen in der Gesellschaft«.

Der Vorteil von Nachhaltigkeit liegt hier also im langfristig ausgerichteten Handeln, mit der Erwartung, dass sich so ein dauerhafter Unternehmenserfolg erzielen lässt. Was für inhabergeführte Mittelständler geradezu selbstverständlich ist, bedeutet dagegen für börsenkotierte Kapitalgesellschaften harte Überzeugungsarbeit, sowohl nach innen wie nach außen.

Nachhaltigkeit als ethische Verpflichtung

Seine volle Bedeutung und Brisanz erreicht der Nachhaltigkeitsbegriff allerdings erst durch seine Dreigliedrigkeit, die sogenannte Triple Bottom Line. Danach stimmt nachhaltiges Handeln drei Wirkungsfelder gleichgewichtig aufeinander ab: Wirtschaft, Gesellschaft und Natur. Unternehmerisches Handeln soll neben wirtschaftlichem Profit immer auch sozialen Nutzen stiften und ökologisch vertretbar sein.

Nachhaltigkeit meint mithin ein Handeln, dass eben nicht bloß auf kurzfristigen Erfolg und auf Kosmetik ausgerichtet ist, sondern Weitsicht und Dauerhaftigkeit zum Maßstab nimmt. Dafür muss das Handeln wirkungsvoll sein sowie Substanz und Bestand haben. Auch verpflichtet es den Handelnden, Verantwortung für das eigene Tun und dessen Resultate zu übernehmen. Nachhaltigkeit erfordert deshalb eine Unternehmensethik.

Dies widerspricht krass der immer noch verbreiteten Vorstellung, wie sie am prominentesten von dem Wirtschaftsnobelpreisträger Milton Friedman vertreten worden ist, wonach die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen darin besteht, Gewinne zu maximieren.


Gesellschaftlicher Wertewandel

Viele historisch einflussreiche Ereignisse haben dazu geführt, dass bloße Gewinnmaximierung breiten Bevölkerungsgruppen suspekt, in jedem Fall aber unsympathisch geworden ist. Dazu beigetragen haben sicherlich die um die Jahrtausendwende erfolgte Börsen-Baisse, ausgelöst durch das Platzen der E-Commerce-Blase, die bedrückenden Konsequenzen des Treibhauseffektes sowie die nie geahnten Auswirkungen des entfesselten Finanzkapitals, wie es in der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise manifest geworden ist.

Vor diesem Hintergrund wird deutlich, weshalb Unternehmen sich dringend mit dem Thema Nachhaltigkeit befassen sollten, um zu klären, ob und in welchem Sinne, mit welchen Schwerpunkten und mit welcher Intensität, sie Prinzipien der Nachhaltigkeit in ihrer Geschäftstätigkeit berücksichtigen wollen.

Das kann von Investitionen in die Betriebsökologie über Sponsoringaktivitäten, dem Einrichten von Stiftungen oder Foundations bis hin zur Integration von Nachhaltigkeit ins Kerngeschäft und in die Lieferantenkette reichen. Dabei können die Motive und Absichten dafür ganz unterschiedlicher Art sein.

Reputationsrisiken oder wenn der Lack erst einmal ab ist

»Und ist der Ruf erst ruiniert, so lebt es sich ganz ungeniert.« Das gilt nun mal nicht für Unternehmen, die sich im Markt behaupten müssen. Brent Spar dient dafür als Paradebeispiel. Lidl kann davon ein Lied singen und auch Siemens, Deutsche Telekom und Deutsche Bahn haben viel Vertrauen verspielt. Und am Image von Nike kratzt noch immer Kinderarbeit.

Eine nur am Shareholder Value und an finanziellen Kennzahlen sich orientierende Unternehmenspolitik scheint heute nicht mehr langfristig durchführbar zu sein. Öffentlicher Druck, unerwartete Veränderungen der Rechtslage, Rechtsstreitigkeiten, Regresszahlungen, Konsumentenboykotte und mangelnde Mitarbeitermotivation können da schnell einen Strich durch die Rechnung machen.

Im Sinne der Reduzierung von Reputationsrisiken hat Nachhaltigkeit einen negativen Charakter und meint ein rationales Kalkül von Risikosteuerung und -minimierung: Vermeide alles, was ? so es denn herauskommt ? dem Ruf und Ansehen des Unternehmens schadet und damit seinem Geschäftserfolg entgegensteht. Die entstehenden Kosten können dem Risikomanagement zugeschlagen werden.

Stärkung von Markenimage und Wettbewerbsdifferenzierung

Wenn bei zunehmender Angleichung von Produkten und Dienstleistungen Differenzierung sich nicht mehr alleine über die reinen Produkt- und Leistungsqualitäten erreichen lässt, muss ein Zusatznutzen hinzukommen. Nachhaltigkeit ist dafür bestens geeignet. Einerseits weil es positive Emotionen auslöst und keine Eintagsfliege ist. Andererseits weil die vielen möglichen Tätigkeitsfelder von Nachhaltigkeit bei weitem noch nicht alle belegt sind.

Und wie immer gilt: Wer bestimmte Themen und Begriffe mit seiner Marke besetzt, sie in seinen Markenkern integriert und durch seine Markenführung und Kommunikation dauerhaft besetzt hält, verschafft sich damit ein »nachhaltiges« Alleinstellungsmerkmal.

Welch starke Anziehungskraft das Label Nachhaltigkeit heute schon besitzt, zeigt sich daran, dass ökologisch hergestellte und schadstofffreie Produkte und auch solche mit dem Siegel Fair Trade zurzeit in die Regale der Disounter einziehen. Für die große Masse der Konsumenten gilt längst: Bei Vergleichbarkeit von Preis und Qualität bestimmt Nachhaltigkeit die Kaufentscheidung. Zum einen verspricht Nachhaltigkeit zumeist mehr Qualität. Zum anderen lässt sich so der Widerspruch zwischen Konsumbedürfnis und Gewissen auflösen.

Dies gilt generell auch für die Akteure auf Unternehmensseite, für Führungskräfte und Mitarbeitende gleichermaßen. Wenn wirtschaftlicher Erfolg und Nachhaltigkeit einander näher kommen, bedeutet das Balsam für die Seele und ein Ende des Erklärungsnotstandes.

Arbeitgeberattraktivität und Unternehmenskultur

In einem Unternehmen, in dem es nur um Umsätze und Gewinne geht, lässt Mitarbeitermotivation sich nur durch eigennützige Ziele und Anreizsysteme erreichen. Emotionen werden so nicht geweckt. Persönliche Sinnerfüllung ? Fehlanzeige. Stolz auf und Identifikation mit dem Unternehmen ? Fehlanzeige.

In Zeiten, in denen der Arbeitsmarkt bereits gekippt ist und gut ausgebildete Fach- und Führungskräfte immer knapper werden, kann ein Unternehmen es sich mittelfristig gar nicht leisten, seine Mitarbeitenden nicht »nachhaltig« an sich zu binden und seine Attraktivität als Arbeitgeber auch nach außen hin zu steigern. Denn wer heute wählen kann, für den oder die spielen nicht nur die bekannten harten Faktoren wie Einkommen und Karriere, sondern ganz besonders auch die weichen Faktoren wie Arbeitsklima, Unternehmenskultur und Selbstverwirklichung eine Rolle.

Dass ein Unternehmen, das sich glaubhaft für eine nachhaltige Entwicklung engagiert und dem die Anliegen der eigenen Mitarbeitenden am Herzen liegen, hier punktet, liegt auf der Hand. Für den Aufbau einer starken Arbeitgebermarke, Employer Branding, bestehen daher beste Voraussetzungen.

Voraussetzungen für die Implementierung von Nachhaltigkeit

Unternehmen, die alle drei Zielebenen ? Risikosteuerung, Markenimage und Arbeitgeberattraktivität ? erfolgreich für sich nutzen möchten, tun gut daran, dies als integrierten Corporate-Identity-Prozess anzugehen. Einbezogen werden müssen Strategieentwicklung und Prozesse, Marketing und Kommunikation, Personalentwicklung und -führung sowie das Controlling.

»Deutsche Unternehmen sind weltweit führend mit ihrem Engagement für Umwelt, Gesellschaft und die Arbeitswelt in den Unternehmen selbst. […] Wenn heute über CSR debattiert wird, dann sollten wir nicht vergessen, dass das gesellschaftliche Engagement ein selbstverständlicher Teil der historisch gewachsenen deutschen Unternehmenskultur ist.« Dr. Dieter Hundt, Arbeitgeberpräsident, in dem vom BDA publizierten Leitfaden Internationale Aspekte von Corporate Social Responsibility (CSR).

Nachhaltigkeit im Sinne von Werthaltungen, Produktvorgaben und Verhaltensstandards ist für viele Unternehmenslenker sicher ein tiefes Bedürfnis. Mittelständische Unternehmen haben es da sicher etwas leichter und können sich glaubhaft vom »Bad Image« der Großkonzerne abheben und dies für ihre Markenführung und Unternehmenskultur nutzen.

Angestellte Manager dagegen müssen viel stärker argumentieren und den langfristigen ökonomischen Nutzen darlegen. Dennoch, in einer großangelegten Studie, die Accenture im Auftrag von UN Global Compact durchgeführt hat, gehen »93 Prozent der befragten Top-Manager davon aus, dass Nachhaltigkeit ihr Kerngeschäft in den kommenden Jahren wesentlich prägen wird.« Und knapp die Hälfte der CEOs betrachtet eine »Nachhaltigkeitsstrategie über alle Unternehmensbereiche hinweg als größte Herausforderung«.

© idenko markenberatung, Stephan Pflanz, November 2010
Die Verwendung des Artikels oder Auszüge und Zitate daraus sind unter Angabe des Autors und der Quelle www.idenko.de gestattet.

Donload Artikel PDF